Heinrich X: Jugendliche ohne Grenzen

Heinrich X: Jugendliche ohne Grenzen

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Die JoG NRW macht selbstbetroffene Politik und symbolisiert somit die gesellschaftliche Teilhabe der jugendlichen Flüchtlinge und Migrant*innen. Vor allem als Selbstorganisation ist die JoG NRW einzigartig.
Gegründet wurde sie 2011 in Bochum als Teil der JoG Gruppe Deutschland, welche sich 2005 in Berlin zusammenschloss.
Die Gruppe leistet vor allem Aufklärungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Insbesondere konzentriert sie sich auf die Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft. Kundgebungen und Pressemitteilungen sind ein Mittel, um am Abbau von rassistischen und diskriminierenden Stereotypen.
Vor allem möchte JoG NRW auf institutionellen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufmerksam machen, doch auch die Entkriminalisierung von Flüchtlingen und die Dekonstruktion des Stereotyp der ‚Sozialschmarotzer‘ ist ein Hauptthema der JoG NRW. Innerhalb der Gruppe spielt auch die gegenseitige Unterstützung und die Solidarität miteinander eine große Rolle.
Jährlich veranstaltet JoG Deutschland eine Jugendkonferenz, wo unter anderem ein Initiativpreis vergeben wird, welcher das Engagement von einer Gruppe für eine Einzelperson belohnt. 2014 fand die Konferenz in Bonn statt. 
Die JoG Gruppen organisieren deutschlandweit Proteste und Demonstrationen gegen Abschiebungen und den teils menschenverachtenden und unwürdigen Umgang der Behörden mit Asylbewerber*innen.
Im letzten Jahr hat sich JoG NRW gegen die Residenzpflicht stark gemacht. Diese Regelung untersagt es Asylbewerber*innen und Geduldeten mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus sich außerhalb eines Bereiches zu bewegen, der von ihrer zuständigen Behörde festgelegt wurde. Die Früchte dieser Arbeit erhofft sich JoG NRW im nächsten Jahr zu ernten. Dann können auch endlich alle Jugendlichen Flüchtlinge von JoG zur Bundeskonferenz reisen ohne vorher mit ihren Behörden zu kämpfen. 
Die JoG NRW Initiative wünscht sich vor allem mehr Dialog statt Ausgrenzung der Migrant*innen, Asylbewerber*innen und Flüchtlinge. Das Ziel eines Dialoges muss es sein, Vertrauen zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen herzustellen.
Gerade hier setzt die JoG NRW mit Ihrer Aufmerksamkeits- und Aufklärungsarbeit an.

Preis-wert, weil
Der erste Erfolg von JoG NRW ist die einfache Tatsache, dass die Initiative gegründet wurde und besteht. Eine politische Selbstorganisation einer sehr jungen, strukturell benachteiligten Gruppe, in welcher viele mit Abschiebung rechnen müssen, ist an sich schon ein großer Erfolg. 
Auch die erfolgreiche Vernetzung mit Politiker*innen, Flüchtlingsinitiativen, kirchlichen Gruppen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen stellen einen Erfolg dar.

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