Gesagt.Getan 2017 – Wenn Politik für Schülerinnen und Schüler aus NRW greifbar wird

Gesagt.Getan 2017 – Wenn Politik für Schülerinnen und Schüler aus NRW greifbar wird

Schüler*innen mit der Schulministerin Sylvia LöhrmannUrheber: Akademie Klausenhof. All rights reserved.

Heutige Jugendliche haben kein Interesse an Politik? Einmischen und Mitreden ist ihnen fremd? Noten und eigenes Vorankommen sind wichtiger als das Engagement für ein solidarisches Miteinander? Dass Aussagen wie diese auf viele Schüler*innen aus Nordrhein Westfalen so gar nicht zutreffen, zeigte auch dieses Jahr mit großem Eindruck die Fachtagung zum Wettbewerb Demokratisch Handeln „Gesagt!Getan: Demokratie wagen im Unterricht und Schulleben“.

Der Wettbewerb Demokratisch Handeln wird seit 1990 für alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ausgeschrieben: Gesucht werden Beispiele für Demokratie. Bereits zum fünften Mal veranstalteten die Heinrich Böll Stiftung NRW und Demokratisch Handeln e.V. dieses Jahr die regionale Lernstatt, bei der alle eingereichten Projekte aus NRW die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren, sich auszutauschen und gewürdigt zu werden.

In der Akademie Klausenhof (Hamminkeln) kamen am 20. und 21. März 29 Projekte und mit ihnen rund 100 Schüler*innen  (verschiedener Schulformen und Altersstufen) sowie ihre Lehrer*innen zusammen. Ein besonderes Highlight war auch in diesem Jahr wieder der Besuch der Schulministerin Sylvia Löhrmann, die sich für jede einzelne Projektpräsentation Zeit nahm und besonderes Interesse an den Hintergrundgeschichten und den Ideen der Schüler*innen zeigte.

Was für die Schülerinnen und Schüler Demokratie wagen bedeutet, zeigten die unterschiedlichen politischen Themenakzente der Projekte: Diese reichten von Zivilcourage, Rechtspopulismus,  Pazifismus bis hin zu Umwelt und Nachhaltigkeit.  All diese Themen bewegen die Schüler*innen in der heutigen Zeit und machen deutlich: Politische Themen sind auch bei ihnen aktueller denn je!

Bei der Projektvorstellung konnten auch wir als Stiftung mit den Schüler*innen und Lehrer*innen ins Gespräch kommen und Einblicke in die Projekte erhalten.  Eine Gruppe beispielsweise fiel uns schon direkt am Anfang mit ihrem bunten Plakat „Make Love – Not War!“ auf. Die zwei Schülerinnen aus dem Oberstufen-Kolleg in Bielefeld stellten uns ihr Projekt „Friedensparty(zipation) – Kundgebung für den Frieden  vor,  für das sie im November vergangenen Jahres eigenständig eine Mahnwache gegen die aktuelle Grenzpolitik organisiert haben. „Wir möchten eine Stimme gegen die Gewalt und für den Frieden sein“, erzählten uns die engagierten Schülerinnen.

Das Bielefelder Oberstufen-Kolleg ist nur eines von vielen tollen und beeindruckenden Beispielen, das deutlich macht, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur bei gesagtem Engagement bleiben, sondern dieses auch mit viel Freude in die Tat umsetzen und damit ein wertvolles Zeichen für unsere lebendige Demokratie setzen.

Für diese tolle und motivierende Veranstaltung bedanken wir uns ganz herzlich bei unseren Kooperationspartnern Demokratisch Handeln und der Akademie Klausenhof, bei der Schulministerin Sylvia Löhrmann und vor allem bei den vielen Schüler*innen und Lehrer*innen für ihr aktives Engagement.

 

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