Praktikumsbericht: Sarah Wolf

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Bildungsurlaube konzipieren, Seminare vorbereiten, besuchen und evaluieren, gemeinsame Mittagessen und ganz nebenbei über grüne Themen und Weltpolitik schnacken – das war mein Praktikum bei der Heinrich Böll Stiftung NRW. Für eine Politologiestudentin wie mich also genau das richtige! Sechs Wochen habe ich hier insgesamt verbracht und sie gingen leider viel zu schnell vorbei…

Erfrischend war vor allem der Mix aus Organisation, Planung und inhaltlichem Arbeiten. So banal es auch klingen mag, schön fand ich, dass meine Aufgaben für die Stiftung nützlich waren und von ihr genutzt wurden. So konnte man sich auf dem Nachhauseweg entspannen und wusste, dass man etwas Sinnvolles getan hat. Außerdem wurde mir Verantwortung übertragen, wenn es beispielsweise darum ging, die Stiftung bei einer Veranstaltung zu vertreten und einen kurzen Input über ihre Strukturen und Arbeitsweisen zu geben. Oder wenn es hieß, wir entwerfen gerade unser kommendes Jahresprogramm und ich dann zu einer Reise zum Thema Rechtspopulismus und –extremismus überlegen und planen durfte. In diesem Zusammenhang habe ich mich dann mit dieser speziellen Thematik beschäftigt und die vielen Initiativen und Organisationen kennengelernt, die sich täglich diesem Kampf dort stellen und leider in den Medien wenig Beachtung finden.

Anna, meine Betreuerin hat sich viel Zeit genommen, um mich in die Untiefen der politischen Bildungsarbeit einzuweisen und auch der Rest des Teams war unglaublich lieb und hilfreich. Es war mir eine Freude hier mitarbeiten zu dürfen und ich nehme viele praktische Erfahrungen wieder mit ins Studium.

Die Bezahlung erfolgte in Form der kostenlosen Teilnahme an Seminaren und Kongressen, was ich sehr begrüße. Schließlich konnte ich schon einige Stunden für mein Politikmanagement-Zertifikat sammeln und in neue Welten schnuppern, von Seminaren zu „Rhetorik gegen Rechts“ bis hin zur strategischen Nutzung von Sozialen Medien und dem Kommunalpolitischen Bundeskongress mit der Möglichkeit, viele interessante Menschen kennenzulernen und mein Netzwerk weiter zu spannen. Besonders gut gefallen hat mir hierbei zu sehen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist und andererseits auch viel Energie aus Gruppenseminaren und Workshops ziehen kann.

Schlussendlich bin ich hier definitiv auf eine spannende Karriereoption mit lebenslangen Lernperspektiven gestoßen, die mich darin bestärkt hat, zu versuchen auch Einblicke in ein Auslandsbüro der Böll Stiftung zu erhalten. Daher kann ich alle Menschen, die sich für diesen Weg interessieren, nur ermutigen, sich zu bewerben. Es lohnt sich!

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