Praktikumsbericht: Johanna Schneider

Urheber: Veronika Jellen. All rights reserved.

Wie schafft man es relevante Politikinhalte so attraktiv zu gestalten, dass das spröde Image von Politik aufgebrochen werden kann? Wie stimme ich die Menschen nachdenklich über wichtige, alle betreffende, gesellschaftspolitische Themen und wie funktioniert erfolgreiches „Empowern“ und Mobilisieren? 
Mit all diesen Fragen im Gepäck begann ich mein Praktikum bei der Heinrich Böll Stiftung NRW. Diese Gedanken erwachten in mir während meines Studiums der Sozialwissenschaften. Das Verstehen unserer Gesellschaft mit all seinen vielfältigen Facetten und Teilsystemen zeigte mir, dass Bildung der Schlüssel für die Bekämpfung aktueller Probleme ist. Thematiken wie der Klimawandel, die Politikverdrossenheit der Jugend oder Rechtsextremismus können nur durch Bildung begegnet werden. Aus diesen Gründen ist eine lösungsorientierte politische Bildung, die die Warnsignale in der Gesellschaft erkennt und dagegen handelt, notwendig für eine lebenswerte Welt, in die wir unsere künftigen Generationen mit gutem Gewissen entlassen können. Meine Motivation lautet mit Engagement und zielgerichteter politischer Bildung das Bewusstsein von Menschen wach rütteln, individuelle Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und klarstellen, dass jeder Mensch die Welt ein Stück weit verbessern kann.
Dieser Spirit wird bei der Heinrich Böll Stiftung NRW gelebt. Als Praktikant*in wird man sehr herzlich und wertschätzend in das Böll-Team aufgenommen. Man fühlt sich schnell als integrierter Bestandteil der Gruppe, die viel diskutiert, sich gegenseitig motiviert und gemeinsam die insgesamt 100 Veranstaltungen im Jahr organisiert und durchführt. Ein breites Spektrum von Thematiken wird in Seminaren, Bildungsreisen, Projekttagen, Tagesveranstaltungen und Kongressen angeboten. Darüber hinaus fördert die Heinrich Böll Stiftung NRW auch den Prozess der Selbstorganisation und freien Meinungsbildung der Zivilgesellschaft in Form der Grünen Salons. Die Veranstalter der Grünen Salons, welche sich in elf verschiedenen Städten Deutschlands verorten, organisieren eigenständig Veranstaltungen zum aktuellen Politik- oder Gesellschaftsgeschehen. 
Besonders gefreut haben mich der freundliche und aufmerksame Umgang, die vielen verantwortungsvollen Aufgaben, der breite Einblick in fast alle Arbeitsabläufe der Stiftung und die Chance eigene Ideen in die Konzeptionierung von Projekten einbringen zu dürfen. Überrascht hat mich der besonders hohe Anteil an verwaltungstechnische Aufgaben. Ich habe viele tolle Erfahrungen und wunderbare Menschen kennen gelernt, die an einem Strang ziehen, nämlich Menschen ansprechen, „empowern“ und mobilisieren. 
Danke dafür an das Gesamte Böll-Team :)
Johanna 

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