Ideenpreis "Der Heinrich"
Gewinner 2010: Das ArToll Kunstlabor
KünstlerInnen werden eingeladen, in den großzügigen Räumlichkeiten, losgelöst von der eigenen Atelier- und Lebenssituation, sich auf ganz und gar Neues, Experimentelles und auf eine Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Vorhaben einzulassen, sowie auf die Auseinandersetzung mit den KünstlerkollegInnen und dem Publikum. Alle künstlerischen Sparten sind erwünscht und begegnen sich ebenfalls in disziplinübergreifenden Projekten.
Die obere Etage dient als Schlaf- und Rückzugsraum für max. 16 Personen. Es gibt Einzel-, 2-Bett, und 4-Bett Zimmer. Darunter liegen zwei großzügige Ebenen, lichtdurchflutet von den großen Fenstern des Jugendstil-Gebäudes. Hier wird zusammen gearbeitet, an Einzel- und Gemeinschaftsprojekten. Intensive Gespräche, das gegenseitige Kennenlernen, die Diskussionen, der Blick auf Neues, Anderes, nicht zuletzt das gemeinsame abendliche Kochen, verbindet die KünstlerInnen für diese Zeit und oft weit über diese ersten Begegnungen hinaus.
Für einen kurzen Zeitraum, meist 2 Wochen, wird das ArToll zum Ausstellungs- und Veranstaltungsort, wenn die neuen Produktionen öffentlich vorgestellt werden. Ein großes Publikum aus der Region, aber auch weit über die Grenzen hinaus, wird durch eine enge Kooperation mit der niederländischen Kunstszene gepflegt und verfolgt interessiert und kritisch die Aktivitäten. Durch ein immer größer werdendes Netzwerk ist in der Vergangenheit eine Vielzahl von KünstlerInnen und Künstlergruppen aus vielen Ländern zusammengetroffen - sie haben diesen Ort entscheidend mitgeprägt.
Engagiert getragen wird das ArToll Kunstlabor durch einen gemeinnützigen Verein, dessen Vorstand mit Personen des öffentlichen Lebens und dessen künstlerischer Beirat durch sachkundige KünstlerInnen besetzt ist. Die Mitglieder tragen finanziell wie ideell zum Erhalt des Kunstlabors bei.
Das Haus 6 des ArToll Kunstlabors liegt auf dem Gelände der Rheinischen Kliniken, Abteilung Forensik und Psychiatrie, in enger Nachbarschaft mit den Bewohnern und Patienten.
www.artoll.de
Der Heinrich VII
Zum siebten Mal hat die Heinrich Böll Stiftung NRW ihren Ideenund Initiativpreis Der Heinrich an Menschen, die übertragbare gesellschaftliche Hoffnungsmodelle auf den Weg gebracht haben übergeben. Das Kunstlabor ArToll e.V. startete 1994 und steht seitdem für den freien und selbstbestimmten Austausch und experimentellen Umgang mit gegenwärtiger Kunst – an ungewöhnlichen Orten mit ungewöhnlichen Menschen. Am gleichen Tag fand die Finissage "Licht Spiel Orte" im Kunstlabor ArToll statt, die viele TeilnehmerInnen der Preisverleihung zum Anlass genommen haben sich einen Eindruck von den Arbeiten vor Ort zu verschaffen.
» Guido Schwartges: Von den Brüchen des Lebens (RP-Online)
» Andreas Lelie: ArToll Kunstlabor e.V. erhält „Heinrich VII-Ideenpreis“ - Finissage „Licht Spiel Orte“ erstrahlt im Glanz des Erfolgs (KLE-Point)