Böll und Köln
Heinrich Böll und "seine" Stadt Köln
Foto: © Toni Richter
Heinrich Böll ist in Köln geboren, hat in Köln gelebt, hat Köln geliebt und hat am modernen Köln gelitten – und hat in seinen autobiographischen und literarischen Werken vielfältige Verbindungen zu seiner Heimatstadt und dem Rheinland geschaffen,  einige direkt und offensichtlich, andere indirekt oder sogar gut versteckt.

Heute befindet sich das Heinrich-Böll-Archiv als Dokumentations- und Informationsstelle über Leben und Werk Heinrich Bölls, mit umfangreichen Datenbanken u.a. zur Sekundärliteratur, Zeitungsausschnittsammlung, zum Korrespondenz- und Manuskriptbestand, sowie zu Übersetzungen der Werke Bölls in über 30 Sprachen, in Köln.

Grund genug für die Heinrich Böll Stiftung NRW und die Heinrich-Böll-Stiftung diesen Ort in besonderem Maße zu berücksichtigen bei aktuellen Diskussionen und der Förderung kristisch engagierter Literatur.

Dies geschieht über unterschiedliche Veranstaltungen und gezielte Koopeationen, z.b. mit dem Literarischen Salon, oder dem Lew Kopelew Forum

Böll und Köln
Literarischer Salon im Stadtgarten
Seit sechs Jahren laden Guy Helminger und Navid Kermani Schriftsteller in den Literarischen Salon in den Kölner Stadtgarten ein. Der Gast liest aus seinen eigenen Werken vor und/oder bringt Bücher oder Texte mit, die ihm besonders wichtig sind. Nach der Pause hat der Gast die Möglichkeit zu zeigen, was ihn sonst noch bewegt: Platten, Bilder, Videos oder was Schriftsteller sonst alles verhandeln, wenn Lesungen eigentlich schon zu Ende sind.
weitere Informationen zum Literarischen Salon finden Sie hier

22.September 2011
Zu Gast: Mathias Énard
geboren 1972 in Nantes, studierte in Paris Arabisch und Persisch. Nach längeren Aufenthalten im Nahen Osten lebt er heute in Barcelona. Für seinen Roman »Zone« erhielt er unter anderem den Candide-Preis. Diesen Herbst erscheint die deutsche Übersetzung seines Romans »Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten«, der in Frankreich der ebenfalls auf der Shortlist des Prix Goncourt stand und 170.000 Mal verkauft wurde. mehr

24. November 2011
Zu Gast: Michael Krüger
1943 in Wittgendorf geboren, wuchs in Berlin auf, arbeitete als Lektor und ist seit Mitte der achtziger Jahre Leiter des Hanser Verlags in München. Für sein eigenes literarisches Werk, das im Suhrkamp Verlag erscheint, ist er vielfach ausgezeichnet worden, so zuletzt mit dem Joseph-Breitbach-Preis 2010, dem höchstdotierten deutschen Literaturpreis. mehr

Böll und Köln
Hafengespräche
4. Oktober 2011
Sagenhaftes Island
Ausstellung Thomas Graics – abstraction of nature. Island von oben

Faszination ist ein Begriff, der unmittelbar mit den Arbeiten von Thomas Graics ins Gespräch gebracht wird. Es ist der Blick auf die faszinierende Natur, wie sie in Island charakteristisch ist. Monumentale Bergketten gehen in rauhe Küstenlandschaften über. Milchiges Gletscherwasser mäandert über karge schwarze Lavafelder in dunkelgrüne Seen. Der spezifische Mineraliengehalt verleiht den Gewässern ihr spezielles Aussehen, lässt das Licht diffus brechen und zu bestimmten Tageszeiten erscheint es, als würden sie aus sich heraus leuchten.
Aus der Vogelperspektive wirkt diese Landschaft wie ein Gemälde und es ist das faszinierende Zusammenspiel von Farben und Formen wie sie in der abstrakten Malerei zu finden ist. mehr

© Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
Böll und Köln
Hafengespräche
9. Oktober 2011
Sagenhaftes Island
Lesung: Jonina Leosdottir – „Am liebsten gut“

„Am liebsten gut“ erzählt eine Phase im Leben von Nína Birgisdóttir, einer knapp vierzigjährigen Frau in Reykjavík, die versucht, perfekt zu sein und scheinbar nicht nein sagen kann. Sie steht als Übersetzerin, wie fast neunzig Prozent der Frauen in Island, mitten im Beruf, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Statistisch gesehen entspricht sie damit zwar dem isländischen ‚Normalfall‘, liegt damit aber völlig quer zum europäischen Trend des demografischen Wandels. Island – europäisch, aber augenscheinlich mit einer für Frauen anderen Lebenswirklichkeit. Ob dies nicht nur in der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Mutter bemerkbar ist, sondern im gesellschaftlichen Diskurs über Gleichberechtigung, beruflicher Aufstiegschancen bis in die Führungsetagen größerer Unternehmen – diese und weitere aktuelle Fragen sollen mit der Autorin diskutiert werden.

Jónína Leósdóttir (geb. 1954) studierte Anglistik und Literaturwissenschaften an der Universität Islands und an der University of Essex in Großbritannien. Sie arbeitete als Journalistin und schrieb Biographien, Theaterstücke und Romane. Sie ist in zweiter Ehe mit der isländischen Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir verheiratet. Zusammen haben sie drei erwachsene Kinder und sechs Enkelkinder.

Moderation: Margarethe von Schwarzkopf (NDR)

• Einladungskarte

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