out and about - Kunst geht raus!

Die ganze Stadt wird zur Galerie

Hintergrund

Direkt nach dem Lockdown wurde dem Künstler Frank N sofort klar, dass man der entstandenen Situation etwas entgegenhalten musste. Von vielen Künstlern wurde der virtuelle Raum entdeckt (oder neu entdeckt). Er ermöglichte einigen zumindest erst einmal nicht ganz von der Bildfläche zu verschwinden. Dennoch, es ist natürlich etwas anderes, vor einem Originalbild zu stehen, eine Band zu hören, oder ein Theaterstück live zu erleben. Eine Live-Veranstaltung schließt weitere Dimensionen ein: Räumlichkeit, die Größe des Originals, Gerüche, Geräusche, Temperatur, Wetter … und vor allem, viele Sinneseindrücke gleichzeitig. Dies geht beim Kunsterleben im Internet in dem meisten Fällen leider verloren.

So entstand, initiiert von Frank N und realisiert in Zusammenarbeit mit Birgit Pardun, OUT AND ABOUT - Kunst geht raus, eine Ausstellung auf Plakatwänden (zur Verfügung gestellt von der Firma Störer) über das gesamte Stadtgebiet von Wuppertal. Wenn die Menschen nicht mehr zur Kunst können, muss die Kunst zu den Menschen gebracht werden! Dies war die zündende Idee hinter OUT AND ABOUT. Jenseits davon war aber auch von Anfang an klar, dass es um die Demonstration geht: Wir - die Künstler - sind „immer noch da“! Darin impliziert, ging es ebenfalls von Anfang an darum, Modelle der Selbsthilfe zu finden und zu etablieren, um der Politik - mit dem haltlosen Hin und Her hinsichtlich der Soforthilfen - ein Zeichen zu geben. Deshalb wurde auch direkt eine Kooperation mit dem - ebenfalls neu in Wuppertal gegründeten - Solidarfonds für Kulturschaffende (EinTopf) geschlossen. Und last but not least ging es auch um den „Kampf“ Kunst vs. Kommerz.

Wenn die Menschen nicht mehr zur Kunst gehen können,[...] dann muss die Kunst „rausgehen“! Und wohin? Auf die aktuell meist leeren, weißen Plakatwände."
outandabout