Grüner Salon Soest: Depression bei Kindern und Jugendlichen

Grüner Salon Soest: Depression bei Kindern und Jugendlichen

Veranstaltungsbericht

Mit großem Erfolg adressierte der 5. Grüne Salon Soest das Thema Depression bei Kindern und Jugendlichen. Wann handelt es sich tatsächlich um diese Erkrankung und wo findet man Beratungs- und Behandlungsangebote? Diesen Fragen widmete sich der Abend im Café Paradies.

v.l.: Dr. Hermann Buschmeyer, Prof. Dr. Meinolf Noeker, Ulrike Burkert und Jan Oliver Wienhues. – Urheber: Grüner Salon Soest. All rights reserved.

Der 5. Grüne Salon Soest hatte am 21. September 2018 das Thema „Depression bei Kindern und Jugendlichen“. Ziel war es, für das Thema „Depression bei Kindern und Jugendlichen“ zu sensibilisieren und zur Klärung beizutragen, wann es sich tatsächlich um die Erkrankung Depression handelt. Ferner sollten Behandlungsansätze vorgestellt und eingeschätzt werden, ob die Angebote im Kreis Soest als ausreichend angesehen werden können oder es zusätzliche Bedarfe gibt.

Prof. Dr. Meinolf Noeker vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe führte in das Thema und die Fragestellungen ein. Vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen konnte er wesentlich dazu beitragen, für das Thema zu sensibilisieren, aber auch vor zu frühen, gefährlichen Festschreibungen zu warnen. Er zeigte verschiedene Ansätze auf, wie man Anzeichen von Depression deuten und wie man diesen positiv begegnen kann. Herr Oliver Wienhues vom Kreis Soest konkretisierte diese Aussagen für die Psychiatriekoordination und den Sozialpsychiatrischen Dienst im Kreis Soest. Im Austausch zwischen Publikum und den beiden Experten entstanden weiterführende gesellschaftspolitische Ideen und eine Initiative. So wurde auf Probleme verwiesen, die sich beim Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen ergeben. Zuständigkeiten und die Weitergabe von Daten sind noch nicht ausreichend harmonisiert. Ferner wurde eine Diskrepanz deutlich zwischen der guten Ausstattung im Kreis Soest entsprechend der Standards im Vergleich zu anderen Kreisen und der erfahrenen Unterversorgung, wenn man dringend Hilfe braucht. Auch wurde bemängelt, dass es noch keine Selbsthilfegruppe von Eltern gibt, deren Kinder an Depression erkrankt sind.

Das Thema hat eine enorme Resonanz gefunden. Über 100 Teilnehmer*innen nahmen an der Veranstaltung teil. Es ist gelungen, Leitungen und Mitarbeiter*innen von Kindergärten, aus Schulen und Wohngruppen zur Teilnahme zu gewinnen. Aus dem Salon heraus wurde eine Selbsthilfegruppe von Eltern initiiert, die sich mit Unterstützung des Kreises mit den als unzureichend eingeschätzten Behandlungsmöglichkeiten von Depression bei Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen will.

Die Stadtbücherei Soest hatte eine Bücherkiste und eine Medienliste und der Kreis Soest hatte ein Faltblatt mit den Angeboten im Kreis Soest zur Verfügung gestellt.

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