Stahl: zukunftsfähig & nachhaltig

Stahl: zukunftsfähig & nachhaltig

Veranstaltungsbericht

Zu der Diskussion "Stahl: zukunftsfähig & nachhaltig, Wirtschaft im Zukunftscheck" lud die Heinrich Böll Stiftung NRW kompetente Gäste, die angeregt über Möglichkeiten und Aussichten einer ökologischen Transformation der Stahlindustrie debattierten.

v.l.: Ute Brümmer, Dr. Michael Weltzin, Dr. Jens Traupe, Mona Neubaur, Hans-Jürgen Kerkhoff, Iris Witt. — Bildnachweise

Ins Gespräch kamen Hans-Jürgen Kerkhoff, Präsident und Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl und Vorsitzender des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute VDEh, Dr. Jens Traupe, Leiter der Abteilung Umweltschutz- und Energiepolitik der Salzgitter AG, Dr. Michael Weltzin, Referent für Klimapolitik der Bundestagsfraktionmitarbeiter und Autor des Artikels „Stahl und Eisen. Wie man eine alte Industrie zukunftsfähig macht“ sowie Mona Neubaur, Landesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen. Ute Brümmer, Referentin für Wirtschaft und Finanzen sowie Koordinatorin des Programmteams Zukunftsfähige Entwicklung der Heinrich-Böll-Stiftung und Iris Witt, Geschäftsführerin der Heinrich Böll Stiftung NRW, moderierten in den stimmungsvollen Räumen einer ehemaligen Maschinenfabrik im Factory Campus Düsseldorf.

Kernpunkt der Diskussion war die deutsche Stahlindustrie im europäischen und globalen Rahmen, mit ihren Bedingungen und Anforderungen an eine industrieorientierte Bundespolitik, die jedoch immer mehr von globalen Konkurrenzsituation bestimmt werden. Ausgehend von dem Publikumsbeitrag von Andreas Theuer, Leiter Umwelt- und Klimaschutz bei Thyssen-Krupp, wurden Möglichkeiten der Technikentwicklung zu einer weniger karbonbestimmten Produktion besprochen. Dabei wurde der Aspekt Nachhaltigkeit, auch aus Wirtschaftssicht, besonders gewichtet. Es wurde in den Beiträgen deutlich, dass der deutschen Stahlindustrie eine nachhaltige Produktion und Industrie wichtig ist und es bereits Ideen - Stichwort: Wasserstoff - dafür gibt.

An Ideen, diese alte Industrie zukunftsfähig und nachhaltig zu machen, fehlt es nicht. Es fehlen Förderungen und der ausgesprochene Wille, um eine nachhaltige deutsche Stahlindustrie zum weltweiten Vorreiter werden zu lassen. Hier muss mutiger von Seiten der Politik Position bezogen und unterstützt werden. Mona Neubaur sicherte zu, diesen gestarteten Austausch weiter zu führen und sich beispielsweise vor Ort bei einer Werksbesichtigung bei Thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg noch intensiver mit den aktuellen Herausforderungen der Stahlindustrie zu befassen.

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