Neuestes zum Brexit: Folgen für das Königreich, die EU und NRW

Neuestes zum Brexit: Folgen für das Königreich, die EU und NRW

Veranstaltungsbericht

​Der Grüne Salon Düsseldorf beschäftigte sich in Kooperation mit dem Forum Freies Theater Düsseldorf vor etwa 35 Teilnehmer*innen mit dem Thema Brexit – die aktuellen Erkenntnisse über die Folgen, nicht nur für Großbritannien und die EU, sondern auch für NRW.

v.l.: Gary Evans, Stefan Engstfeld, Nyke Slawik, Terry Reintke und Jürgen Jansen – Urheber: Susanne Erdmann. All rights reserved.

In den einleitenden Worten betonte Jürgen Jansen als Vertreter des Grünen Salons Düsseldorf, diese Veranstaltung sei kein politisches Seminar zum Brexit, dafür sei die Situation zu komplex und kaum durchschaubar, sondern eine gemeinsame Ergründung, wie der Brexit bei den Menschen ankommt und was er an Veränderungen speziell für NRW bedeutet, dem Bundesland mit der höchsten Anzahl an wirtschaftlichen Kontakten zu Großbritannien. 

Nyke Slawik, Moderatorin, regte mit der Frage „Wie kam es eigentlich zum Brexit?“ Gary Evans als gebürtigen Engländer, Terry Reintke als Europapolitikerin und Stefan Engstfeld als designierten Vorsitz einer Enquête-Kommission des Landstags NRW zu einem Rückblick aus persönlicher Sichtweise an. Wiedergegeben wurden Erlebnisse zu Reaktionen britischer Bürger*innen sowie Eindrücke zur vorherrschenden Stimmung zum Zeitpunkt des Referendums im Juni 2016, bestimmt durch den Wunsch nach Befreiung, unter dem Slogan „Take back control“, von einer wahrgenommenen Fremdbestimmung durch die EU, und dies vor dem Hintergrund der sich immer mehr erweiternden Schere zwischen Arm und Reich in Grossbritannien.

Es ging anschließend um folgende Fragen: Worum geht es eigentlich in der Vereinbarung zwischen EU und Grossbritannien? Was wurde ausgehandelt, was ist der Deal? Wie geht es weiter mit den britischen Finanzleistungen an die EU? Welche Gesetze der Europäischen Union muss das Königreich auch ausserhalb der EU anerkennen?

Sehr viele Unternehmen in NRW stehen in wirtschaftlichen Beziehungen zu britischen Unternehmen. Nun gilt es, sie bei den Vorbereitungen auf die kommenden Veränderungen zu unterstützen. Wo liegt die Verantwortung für die Entwicklungen hin zum Brexit? Hätten vielleicht deutsche Politiker*innen mehr tun müssen? Haben sie zu sehr auf Ratschläge aus Großbritannien gehört, sich nicht in die internen Angelegenheiten, Problematiken des Landes einzumischen? Haben sie sich zu sehr zurückgehalten? Wäre es zu diesem Referendumsergebnis gekommen, wenn mehr Briten von ihrem Wahlrecht gebraucht gemacht hätten?

Was uns die Zukunft bringen wird, kann niemand zur Zeit sagen. Die Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik, Kultur wie auch das alltägliche Leben in NRW werden nun in einer Enquête-Kommission mit zwei Jahren Laufzeit unter dem Vorsitz von Stefan Engstfeld untersucht.

Nach der Podiumsdiskussion hatte das Publikum Gelegenheit zu Anmerkungen und Fragen an das Podium.

Auf dem Podium diskutierten: Terry Reintke, MEP, Gary Evans, Stefan Engstfeld MdL NRW
Moderation: Nyke Slawik

 

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