Grüner Salon Soest: Leben in der digitalisierten Welt ... welche Gestaltungsmöglichkeiten haben wir?

Grüner Salon Soest: Leben in der digitalisierten Welt ... welche Gestaltungsmöglichkeiten haben wir?

Veranstaltungsbericht

Am Freitag, 28. Juni 2019, fand der 7. Grüne Salon Soest zum Thema „Leben in der digitalisierten Welt … welche Gestaltungsmöglichkeiten haben wir?“ statt. Im Zentrum dieses Grünen Salon stand die kritische Auseinandersetzung damit, wie die Digitalisierung unseren Alltag durchdringt und unser Verhalten und unsere Kultur des Zusammenlebens beeinflusst sowie die Frage, wie darauf gestaltend Einfluss genommen werden kann.

Prof. Dr. Bardo Herzig während seines thematischen Inputs beim Grünen Salon Soest. — Bildnachweise

Für einen Input zu diesen Aspekten des Themas war Prof. Dr. Bardo Herzig von der Universität Paderborn gewonnen worden, der dort als Hochschullehrer für Medienbildung forscht und lehrt. Prof. Herzig beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den medialen Veränderungen in der Gesellschaft und dem pädagogischen Umgang damit. Prof. Herzig führte in Thesenform in das Thema ein und zeigte anschaulich die Komplexität des Themas auf. Er stellte klar die individuellen und politischen Möglichkeiten des Umgangs mit dem Prozess der Digitalisierung heraus.

Nach seinem Input stellte Herr Radandt den gegenwärtigen Stand in Soest da. Herr Radandt ist als Abteilungsleiter in der Stadtverwaltung Soest verantwortlich für Soest als Modellkommune im Rahmen des Landesprojektes „Digitale Modellregion“.

Danach erfolgte eine lebhafte Aussprache über die individuelle Befähigung zur Einflussnahme und die politischen Gestaltungsoptionen einer Welt, die stark von digitalen technischen Entwicklungen abhängig ist. Digitalisierung ist ein Megatrend, der alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringt und dem man sich nicht entziehen kann.

Die Teilnehmer*innen und mehrere Rats- und Ausschussmitglieder haben darauf gedrängt, die Information und Beteiligung der Bürger*innen über das Vorhaben "Digitale Modellregion" in Soest zu verbessern. Besonders kritisch wurde gesehen, dass bisher zu wenig im Blick ist, wem die erhobenen Daten eigentlich gehören und von wem sie wie lange wofür genutzt werden können.

Das Thesenpapier von Prof. Herzig kann hier heruntergeladen werden.

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