Wasser-, Klima- und Waldschutz sind eng miteinander verbunden: Unsere Leihausstellung machte ersten Halt im Rathaus der Stadt Hallenberg. Eingerahmt von Fachvorträgen zu Schwammwäldern und Trinkwasserversorgung wurde deutlich, dass der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels auch auf kommunaler Ebene Handlungsbedarf erfordern. Gerade für Hallenberg und das Hochsauerland besitzt das Thema eine besondere Bedeutung. Die Region ist nicht nur von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, sondern zugleich ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Wasserhaushalts in Nordrhein-Westfalen.
Mit der Finissage am 25. Juni 2026 endete im Rathaus Hallenberg die Ausstellung „Alles im Fluss!? – Wasser in der Krise“ der Heinrich Böll Stiftung NRW. Über mehrere Wochen informierte die Ausstellung über die zunehmenden Herausforderungen rund um die Ressource Wasser und die Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserhaushalt, Natur und Gesellschaft. Die Ausstellung zeigt anschaulich, wie Trockenperioden, Starkregenereignisse und sinkende Grundwasserstände immer stärker auch in Deutschland spürbar werden. Gleichzeitig wurden Lösungsansätze für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser sowie die Bedeutung natürlicher Wasserspeicher in den Blick genommen.
Bereits zur Eröffnung am 6. Mai 2026 ergänzte ein Fachvortrag von Gelsenwasser die Ausstellung. Dabei wurden die Aufgaben und Herausforderungen der modernen Wasserwirtschaft sowie der Trinkwasser- und Abwassertechnik vorgestellt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine sichere Wasserversorgung auch unter sich verändernden klimatischen Bedingungen gewährleistet werden kann.
Gesunde Wälder tragen dazu bei, Wasser zu speichern, die Grundwasserneubildung zu fördern und Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu erhalten
Zum Abschluss der Wasserausstellung stand das Thema „Schwammwald“ im Fokus. Christoph Haaben von der Unteren Naturschutzbehörde des Hochsauerlandkreises erläuterte, welche wichtige Rolle Wälder für den natürlichen Wasserkreislauf spielen und wie sie durch gezielte Maßnahmen wieder stärker Wasser speichern können. Ziel des sogenannten Schwammwald-Prinzips ist es, Niederschläge möglichst lange in der Fläche zu halten. Dadurch kann Wasser im Boden gespeichert werden, was sowohl Trockenperioden als auch Starkregenereignissen entgegenwirkt. Ergänzt wurden die Ausführungen durch die Stadtförsterin Antje Krohne-Riedesel, die über den aktuellen Zustand und die Entwicklung des Stadtwaldes berichtete. Die Folgen mehrerer trockener Jahre, Sturmereignisse und des Borkenkäferbefalls sind auch im Hallenberger Stadtwald sichtbar. Gleichzeitig wurde deutlich, welche Anstrengungen unternommen werden, um die Wälder langfristig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Der Aufbau vielfältiger Mischwälder und die Förderung naturnaher Waldstrukturen spielen dabei eine zentrale Rolle. Gerade für Hallenberg und das Hochsauerland besitzt das Thema eine besondere Bedeutung. Die Region ist nicht nur von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, sondern zugleich ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Wasserhaushalts in Nordrhein-Westfalen.
Die Ausstellung machte deutlich, dass Wasser-, Klima- und Waldschutz eng miteinander verbunden sind. Der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bleiben wichtige Aufgaben – auch auf kommunaler Ebene.