JubiläumGemeinsam Resonanz erzeugen

Das Gute Leben für Alle: 30 Jahre Heinrich Böll Stiftung NRW

Unser heutiges Leben ist geprägt von Phänomenen der Beschleunigung, Entfremdung, Gefühls- und Beziehungslosigkeit. Dagegen stellt Hartmut Rosa seine Idee der Resonanz und den Resonanzerfahrungen des Berührt- und Ergriffenseins mit dem Weltgeschehen. Wir gehen anlässlich unseres 30-jährigen Jubiläums auf die Suche nach solchen Resonanzerfahrungen, nach Menschen, Kooperationspartner*innen, Orten und Ideen, die Resonanz erzeugen. Wir laden alle ein, gemeinsam mit uns Resonanz zu erzeugen für das Gute Leben für Alle.

30 Jahre Heinrich Böll Stiftung NRW
1991 – 2021: Einmischung erwünscht!

Die Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen hat das Gute Leben für Alle seit ihrer Gründung 1991 zum Ziel und formulierte dies vor 30 Jahren in ihrer Satzung  so: „die Förderung eines Denkens und Handelns , das eine ökologische, solidarische, demokratische und gewaltfreie Gesellschaft und ein von Dominanz und Abhängigkeit freies Verhältnis der Geschlechter erreichen will; die Förderung der Diskussion über eine ökologische Umgestaltung der Gesellschaft und der Verhinderung der fortschreitenden Zerstörung der Lebensgrundlagen.“ In diesem Sinne bietet die Heinrich Böll Stiftung NRW seit ihrer Gründung Bildung für eine nachhaltige Entwicklung an.

Chronik

30 Jahre Heinrich Böll Stiftung NRW: Wie sahen unsere Anfänge aus?

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Future Search 2021
Wie sieht das Gute Leben für Alle aus?

Wieso wir dich dabei haben möchten

Wir gehen anlässlich unseres 30-jährigen Jubiläums auf die Suche nach solchen Resonanzerfahrungen, nach uns nahe stehenden Menschen, Kooperationspartner*innen, Orten und Ideen, die Resonanz erzeugen. Wir laden alle ein, gemeinsam mit uns Resonanz zu erzeugen für das Gute Leben für Alle!

Teile deine Vision mit uns!

Was braucht es, damit ein Gutes Leben für Alle möglich ist? Wie können wir wirksam(er) werden? Wie können wir gemeinsam Resonanzen erzeugen, die die Gesellschaft nachhaltig verbessern? Das Format Future Search lädt an vier Terminen ein, Visionen zu konkreten Zielen zu machen:

Resonanz

Mit der Welt in Beziehung treten

Hartmut Rosa über die Soziologie des guten Lebens

In der Wirtschaft, in der Politik, in der Wissenschaft, selbst im privaten Leben dominiert die Logik der Steigerung: Das BIP soll wachsen, die Regierung effizienter, gerechter, demokratischer werden. Wissen wird akkumuliert wie Freundschaften, Glücksmomente, Fernreisen. Der Soziologe Hartmut Rosa kritisiert diese Dynamik aus zwei Gründen: zum einen sei sie längst an ihre Grenzen gelangt, zum anderen produziere sie Krisen – ökologische, psychologische, ökonomische. Aus dieser Diagnose folgt für ihn die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels: Ins Zentrum der Aufmerksamkeit müsse, so Rosa, die Qualität unserer Weltbeziehungen rücken, also: die Beziehungen zu uns selbst, zu anderen Menschen, zu Kultur, Natur und Arbeit. Den Kern Hartmut Rosas Analyse markiert der Begriff „Resonanz“. Darunter versteht er eine „Form der Weltbeziehung, in der sich Subjekt und Welt gegenseitig berühren und zugleich transformieren.“ Ein Vortrag vom 27. Februar 2017.

Hintergrund: Die Theorie des Future Search

Menschen müssen selbst entscheiden, was das gute Leben für sie ist - zu vielgestaltig sind die persönlichen Vorlieben, Geschmäcker, Talente und Interessen. Dem widerspricht der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa. Seine Kernthese: Wollen wir einen Weg aus der Beschleunigungsfalle finden, müssen wir über das gute Leben reden.

Buen Vivir
Recht auf gutes Leben

Buen Vivir

Eine kurze Einführung in Lateinamerikas neue Konzepte zum guten Leben und zu den Rechten der Natur

Jetzt lesen!
Nachhaltige Entwicklung als Lebenskonzept

Es ist unumgänglich, alternative, zukunftsfähigere Entwicklungsbegriffe im Rahmen von Wachstums-Debatten zu diskutieren. Ein mögliches Konzept für eine nachhaltige Entwicklung stellt „Buen Vivir“ dar - spanisch für „gut leben“. Ausgehend von der Anerkennung lokaler, sowie globaler kultureller Werte wird ein Entwicklungsverständnis skizziert, welches statt einer kapitalistischen Wirtschaftsweise eine solidarische Ökonomie, Gleichberechtigung, Freiheit und Nachhaltigkeit als Fundament einer Gesellschaft definiert. Die Basis des Konzepts kann durch die Weltanschauung indigener Völkern, die das Leben als holistisches Element in den Vordergrund rücken, besser verstanden werden. Nicht nur materielle Güter, sondern auch Wissen, soziale und kulturelle Anerkennung, sowie die Vision der Zukunft spielen für sie eine bedeutende Rolle. Eine Wirtschaftsweise, von der nur wenige profitieren, ist unvereinbar mit dieser Philosophie. Das „gute Leben“ umfasst das Recht auf Gesundheit, Nahrung, Unterkunft, eine gesunde Umwelt, Bildung, Arbeit und Freiheit und gilt für alle.

Konzepte des guten Lebens

Hintergründe

Earth

Die Erzählung vom Anthropozän: Mensch macht Epoche

#1 Erste Resonanz | Connecting Böll NRW

Die Illustrationen können unter CC BY-NC-SA 2.0 in Verbindung mit dem 30-Jährigen Jubiläum der HBS NRW genutzt werden. Künstlerin: Christiane Büchner

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#1: Erste Resonanz - Connecting Böll NRW

#2 Zweite Resonanz | Visionen des Guten Lebens

#2: Zweite Resonanz - Vision vom Guten Leben für Alle
Ansprechpersonen
Wer begleitet das Projekt?

Sabine Brauer

Sabine Brauer hat als studierte Sozialwissenschaftlerin selbst umfassende politische Erfahrungen: Nach langem ehrenamtlichen Engagement in der Kommunalpolitik war sie 12 Jahre lang Politische Landesgeschäftsführerin der Grünen NRW. Heute ist sie systemischer Coach, freiberufliche Trainerin u.a. für Teambuildings, Strategie- und Kampagnenentwicklung, (Selbst-)Führung und Mediatorin für Konfliktmanagement und Mediationsprozesse.

Als Scharnier zwischen Stiftung und den Teilnehmenden des Future Search ermöglicht sie eine professionelle und lebendige Begleitung des Prozesses für beide Seiten.
 

Iris Witt

Für unsere Geschäftsführerin Iris Witt sollte Demokratie und politische und gesellschaftliche Einmischung für jede*n lebensbegleitend gelernt, vertieft und erprobt werden können. Dafür organisiert sie, gemeinsam mit ihrem Team, ein breites Angebot an politischen Bildungsveranstaltungen. Bildungsgerechtigkeit und die Erreichung gerade auch der finanziell Benachteiligten sind ihr als ehemalige Sozialpädagogin und ausgebildete Sozial-Managerin ein besonderes Anliegen. Die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft bietet, ihrer Meinung nach, viele Möglichkeiten, sich kreativ und in Gemeinschaft in das eigene Stadtviertel oder die eigene Region einzubringen. Iris Witt bringt Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammen und zeigt auf, dass der Einsatz für eine nachhaltige und gerechte Welt eine große Zufriedenheit bringt und zudem noch viel Freude macht.

Kontakt:

Mail: iris.witt[at]boell-nrw.de
Telefon: 0211.936508-22