Der diesjährige Heinrich-Preis der Heinrich Böll Stiftung NRW geht an den Mülheimer Verein Axatin. Dies wurde im Rahmen des traditionellen Böll-Forums im tanzhaus nrw in Anwesenheit von Dr. Julia Hagen, Geschäftsführerin der Heinrich Böll Stiftung NRW, Berivan Aymaz, Vizepräsidentin des Landtags NRW und Frank Jablonski Nagel, MdL und kulturpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, am Donnerstag, 08. Oktober 2026 bekannt gegeben.
Begründet wird die Preisvergabe mit dem vorbildhaften Engagement des Vereins: Die Mitglieder von Axatin e.V. seien Brückenbauer zwischen Senegal und Deutschland. Sie verbinden globales mit lokalem Engagement, stärken bildungsbenachteiligte Kinder, Jugendliche und Familien in beiden Ländern und fördern Bildung für nachhaltige Entwicklung. In seinem Engagement adressiere der Verein damit auf vorbildliche Weise eine ganze Reihe an Themen gleichzeitig: Menschenrechte, rassismuskritische Arbeit, Entwicklungszusammenarbeit, Bildungsgerechtigkeit sowie globales Lernen. Auf beeindruckende Weise zeige Axatin e.V. so, wie nachhaltige Bildungsarbeit, transkulturelle Solidarität und echtes Empowerment gelebt werden können.
Seit 2004 vergibt die Heinrich Böll Stiftung NRW jährlich (mit Ausnahme der Jahre 2022 und 2023) den Ideenpreis „Der Heinrich“, um innovative, beispielhafte und übertragbare Konzepte von Initiativen, Vereinen und Gruppen auszuzeichnen. Die feierliche Verleihung des Preises findet bei einer durch den Verein und die Stiftung gemeinsam geplanten öffentlichen Veranstaltung im Wert von bis zu 1000 Euro im Jahr 2026 statt. Als Preis erhält der Verein eines von 10 exklusiv für den Heinrich-Preis angefertigten Originalkunstwerken des Künstlers René Böll, die von Zitaten seines Vaters und Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll inspiriert wurden.
Frank Jablonski Nagel gratulierte als Jury-Mitglied in seiner Laudatio: „Die Mitglieder von Axatin demonstrieren seit vielen Jahren auf beeindruckende Art und Weise, was für erstaunliche Ergebnisse das unablässige Engagement weniger Menschen mit einer gemeinsamen Vision erzielen kann. Die Erfolge sind beachtlich: Axatin bricht Bildungsbarrieren auf, gibt jungen Menschen eine Perspektive und befähigt sie, ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können."
Gilberte Raymonde Mandel-Driesen, erste Vorsitzende von Axatin e.V., freute sich über die würdige Auszeichnung: "Wer sich für Chancengerechtigkeit und echte Partizipation einsetzt, weiß, dieser Weg verlangt Mut und Ausdauer. Umso mehr bedeutet dieser Moment heute: Der Heinrich-Preis gibt unserer Arbeit nicht nur wertvolle Sichtbarkeit, er schenkt uns fühlbar Rückenwind, der empowert. Er zeigt uns: Wir werden gesehen und das, wofür wir einstehen, hat Gewicht."
Mitglieder der Preis-Jury „Der Heinrich“:
Berivan Aymaz, Reiner Daams, Clara Gerlach, Frank Jablonski, Mira Weßling
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Die Heinrich Böll Stiftung NRW mit Sitz in Düsseldorf begreift sich als parteipolitisch unabhängige Trägerin gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit in Nordrhein-Westfalen. Sie ist eine rechtlich und organisatorisch eigenständige Landesstiftung der grünennahen Heinrich Böll Stiftung in Berlin und veranstaltet jährlich rund 100 Maßnahmen der politischen Weiterbildung in Seminare, Kongressen, Tagungen, Fachgesprächen und Bildungsreisen. Der Preis „Der Heinrich“ der Heinrich Böll Stiftung NRW zeichnet innovative Projekte aus Nordrhein-Westfalen aus, um für „beachtlich Geleistetes“ Aufmerksamkeit zu schaffen. Mit dem Preis ist kein Preisgeld verbunden und es werden keine einzelnen Persönlichkeiten ausgezeichnet, sondern immer die gesamte Organisation und die unterstützenden Aktiven.